Die Kritik



Der Autor und promovierte Philosoph Dr. Peter Natter kommentierte den Roman "Triebhaus" wie folgt:

"In seinem Roman 'Triebhaus' lässt Mario Martin seinen Protagonisten auf mehreren Zeit- und Handlungsebenen zu Wort kommen. Dem Autor gelingt es spielerisch, jeweils den richtigen Ton zu treffen. Das solide sprachliche und gedankliche Fundament seines Schreibens artikuliert sich mit schwarzem Humor und beißender Ironie in überzeugender literarischer Qualität. Szenen von grandioser Komik wechseln sich ab mit exakten Analysen gesellschaftlicher Phänomene, Sitten und Unsitten. 

Mit seinem differenzierten und stets konkret verankerten Zugang zur Welt ist 'Triebhaus' keine Mainstream-Lektüre. Bewusst wendet sich der Autor an eine so kritische wie verwöhnte Leserschaft. Er bedient sie aus einem reichen Fundus literarischen und philosophischen Wissens. Nichts beeinträchtigt das Lesevergnügen: weder Lokalkolorit noch waidmännischer Fachjargon, weder das Abtauchen in die Sterilität einer Facharztpraxis, noch die beklemmende Atmosphäre neureicher Salons, weder theoretische Exkurse noch wissenschaftliche Exegese. Im Gegenteil: Stets gelingt es Mario Martin, seinen Text plausibel zu präsentieren und sein Anliegen einer Weiterführung der Kantischen Philosophie im Stile Thomas Bernhards munter voran zu treiben."